Katzen und Menschen

Katzen und Menschen

Die Urahne der heutigen Hauskatze ist vermutlich die ägyptische Falbkatze. Die Menschen lernten schnell, die Vorzüge dieser Wildkatzen als Fänger von Mäusen und Ratten zu schätzen. Auf diese Weise schützten sie ihre Kornkammern vor den hungrigen Nagetieren und wurden bei den Bauern entsprechend beliebt. Mit der Annäherung begannen die Ägypter, auch eine tiefere, freundschaftliche Beziehung zu den sanften Jägern zu entwickeln, die schließlich sogar als heiliges Tier verehrt wurden. So ist aus dem Alten Ägypten die Göttin Bastet einer ikonisierten Katze nachempfunden.


Forscher sind sich heute darin einig, dass seit dieser Beziehung die Wildkatze allmählich begann, ihre Scheu zu den Menschen zu verlieren. Denn weniger scheue Tiere besaßen gegenüber ihren Artgenossen einen Selektionsvorteil, da diese von der menschlichen Zuwendung profitierten und so vom Menschen mit genügend Nahrung versorgt wurden. Tatsächlich zeigen genetische Vergleiche zwischen heutigen Hauskatzen und ähnlich kleinen Wildkatzen, dass Hauskatzen in den Gehirnarealen für Lernen, Gedächtnis und Scheu andere Muster aufweisen als Wildkatzen. Die Katze ist das einzige Tier, das sich freiwillig vom Menschen domestiziert hat. Die Veränderungen sind aber weniger intensiv als beim Hund. Besondere Fähigkeiten der Katzen sind unter anderem ihr räumlicher Orientierungssinn, ein gewisser Sinn für kognitive Leistungen wie das Türöffnen und Zählen (zumindest bis vier) sowie ihre ausgezeichneten Kletterleistungen. Wenn man ein Katzenbaby findet, so sollte man jedoch einige Dinge beachten, wie man unter „gute-esser.de“ schön nachlesen kann.

Hinweis: Erst beim Abspielen des Videos werden Daten an YouTube übermittelt.

Sind Katzen wirklich Einzelgänger?

Die heutige Hauskatze ist noch stark von ihren ursprünglichen Neigungen geprägt, weist aber eine hohe Anpassungsfähigkeit im Zusammenleben mit dem Menschen auf. So sind Katzen zwar von Natur aus nachtaktiv, können sich aber auch in ihrer Schlafweise ihrem Menschen anpassen. Lange Zeit hielt man die Katzen für eher treulose Einzelgänger, was heute widerlegt ist. Gerade Menschen, die sich intensiv mit ihrem Haustier beschäftigen, können eine innige Beziehung mit ihm eingehen. Soziale Bedürfnisse zeigt die Katze auch bei ihrem Zusammenleben mit anderen Katzen. Dass Geschwister aus demselben Wurf den ganzen Tag leidenschaftlich miteinander spielen, ist bekannt.


Aber auch erwachsene Tiere schätzen zuweilen die Geselligkeit. Sind Hauskatzen verwildert oder haben einen großen und sicheren Einzugsbereich, zum Beispiel in dörflichen Strukturen auf einem Bauernhof, dann bilden die weiblichen Tiere gern matrilineare Gruppen, deren Mitglieder sich untereinander in der Aufzucht von Jungtieren helfen und gegenseitige Wellness betreiben. Männliche Tiere zieht es hingegen zu einer Art von Bruderschaften. Hier treffen sich die Mitglieder zu einem verabredeten Ort, um dort gemeinsam abzuhängen. Was aber stimmt ist, dass Katzen Individualisten sind. Ihr angeborener Freiheitsdrang ist keine Legende und die einzelnen Individuen unterscheiden sich voneinander mehr als dies beim Hund der Fall ist.

Katzenverhalten: die Kommunikation

Katzen kommunizieren mit ihren Artgenossen auf eine sehr vielfältige Art und Weise. Sie verstehen sich blind durch ihre Körpersprache und markieren mit ihren Drüsen Stellen, um ihren Artgenossen anzuzeigen, dass sie dort waren. Außerdem geben sie ihnen damit Informationen über ihre Befindlichkeit, denn Katzen können mit ihrem feinen Geruchssinn den Duftstoffen diese Informationen entnehmen. Das Miauen hat die Katze dagegen für den Menschen aufbewahrt. Lediglich Kätzchen geben gegenüber ihrer Mutter Laute von sich, um Hunger, Angst oder Einsamkeit anzuzeigen.

Hinweis: Erst beim Abspielen des Videos werden Daten an YouTube übermittelt. Im Video geht es um die Katzensprache.

Dass die Katze mit ihrem Menschen miaut, hat vermutlich zwei wesentliche Gründe: Einerseits dürfte der Mensch für die Katze einer Art Mutterersatz sein, der ihr eine lebenslange Versorgung gewährt. Andererseits ist der Mensch für viele nonverbale Zeichen der Katze nicht empfänglich, sodass der Katze nichts anderes übrig bleibt, als sich akustisch dem Menschen verständlich zu machen.

Das Verhältnis von Katze und Mensch

Die Katze kennt zahlreiche Arten, dem Menschen gegenüber ihr Wohlgefallen auszudrücken. Reibt sie ihren Kopf an ihren Halter, dann ist das eine freundliche Begrüßung, während es im Zusammenhang mit einem hoch aufgerichteten Schwanz auch eine freudige Erwartungshaltung sein kann. Stupst sie ihn leicht mit dem Kopf an, kann dies eine Aufforderung zum Spielen sein oder eine Bitte, sie weiter zu streicheln. Auch ein leicht nach oben gekräuselter Schwanz kann anzeigen, dass die Katze spielen möchte. Das Schnurren signalisiert dem Menschen in diesem Fall Behaglichkeit.


Die Katze kann allerdings auch schnurren, wenn sie Schmerzen hat und um sich zu beruhigen. Besonders wohl fühlt die Katze sich, wenn sie mit ihren Pfoten am Menschen reibt. Dieser „Milchtritt“ ist eine instinktive Handlung aus der Kindheit und diente einst dazu, die Zitzen der Mutter anzuregen. Ebenfalls ein Ausdruck der Liebe ist der Liebesbiss. In diesem Fall knabbert die Katze beim Spielen leicht an der Hand ihres Halters. Katzen sind höfliche Tiere, die nur beim Menschen aufgrund seines Unverständnisses vielen Signalen gegenüber gelegentlich etwas direkter sein muss. Unhöflich ist das direkte Anstarren, während das Blinzeln eine Beschwichtigungsgeste ist. Haben Katzen keine Lust mehr auf Spielen und Streicheln, zeigen sie das erst subtil an und dann etwas direkter. Bekannte Warnungen sind Fauchen und Knurren. Fühlt sich eine Katze genervt und gestresst, kann sie auch schon einmal zulangen.

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