Menschen in der Steinzeit

Verhältnis Mensch zu Tier

Religion und Kirche

Räume prägen den Menschen. Das sieht man schon am Evolutionsmodell des Menschen, dem Homo sapiens. Durch Veränderungen seines Lebensraums hat sich der Mensch im Laufe von mehr als 7 Mio. Jahren im Rahmen seiner Evolution angepasst. So ist es auch beim Verhältnis Mensch zu Tier im Christentum: Durch unterschiedliche soziokulturelle Entstehungsbedingungen ist so das Verhältnis im Alten Testament anders als das im Neuen Testament. Die meisten Texte im AT entstanden in einem agrarisch-naturnahen Lebensumfeld, hingegen das NT überwiegend in einem Milieu früher Stadtkultur.



Das Alte Testament

Im Alten Testament ist die Natur folglich von großer und wichtiger Bedeutung für den Menschen: Gott ist in, mit und unter den Geschöpfen, den Dingen und Menschen. Gleich zu Beginn des AT heißt es: „Alle Tiere sind Geschöpfe Gottes & stehen unter göttlichem Schutz“. (Gen. 9,10; Psalm 50,10) Zudem „Mensch & Tier gehören zusammen.“ (Psalm 104; Koh. 3,18-21). Ergebnis war, dass Tieren nun eine analoge Stellung zu den Sklaven hatten, weshalb das Arbeitstier den gesetzlichen Schutz der Sabbatruhe erhielt (Ex 23,12), sowie auch Anteil an seinem gedroschenem Getreide (Dtn 25,4). Ferner heißt es sogar, dass Hirten & Herdenbesitzer aufgefordert sind die Natur —einschließlich der Tiere — zu pflegen & zu hüten (Gen 1,28).

Das Neue Testament

Im Gegenzug dazu das Neue Testament, dass auf ein betontes „außermenschliches Fürsorge-Appell“ verzichtet: In dem Buch „Menschlichkeit beginnt beim Tier“ von dem Schriftsteller Harald Steffan heißt es sogar, dass durch anwachsende Menschenliebe im NT die Liebe zum Tier analog abgezogen wird (S.98). Die Überführung des urchristlichen-hebräischen Glaubens in das griechisch-hellenistische Denken bedeutete das Ende der Vorstellung von einer Mitgeschöpflichkeit. Im Verlaufe der Zeit entwickelte sich somit ein anthropozentrisches Denken: Der Mensch nicht mehr als Teil der Natur, sondern er steht ihr gegenüber. Folglich wurden die Tiere — wie es im römischen Recht schon lange üblich war — als Arbeitstiere Sachen gleichgestellt. Entsprechend wurden sie dann auch „sachlich“ behandelt.

Hinweis: Erst beim Abspielen des Videos werden Daten an YouTube übermittelt. Es geht es um das Speisegebote der Bibel.

Verschiedene Religionen

Wie bereits erwähnt ist das Verhältnis von Mensch zu Tier soziokulturell geprägt. So ist es auch bei Essgewohnheiten: So gelten im Judentum Regelungen zum Verzehr von Fleisch: Rituelles Schlachten der koscheren Tiere (zweigespaltene Hufen) auch Schächten genannt, sollen den Blutgenuss verhindern. Auch die Ansichten der Kirche, wie mit Tieren umzugehen ist, sind gespalten. Grundproblem ist hier, dass Tieren automatisch abgesprochen wird, eine Seele zu haben, was sie zu niederen Wesen macht und es rechtfertigt, sie zu essen oder über sie zu herrschen. Zitat: Bischof von Eichstätt, Dr. Walter Mixa: »Eine Seele besitzt allein der Mensch, diese verleiht ihm seine Würde, die ihn über alle anderen Geschöpfe erhebt.«

Bezogen wird sich darauf immer wieder auf den katholischen Katechismus der sich gerade mal 9 von 800 Seiten mit den Tierrechten auseinandersetzt. Dort heißt es: „Gott hat die Tiere unter die Herrschaft des Menschen gestellt, den er nach seinem Bild geschaffen hat. Somit darf man sich der Tiere zur Ernährung und zur Herstellung von Kleidern bedienen. Man darf sie zähmen, um sie dem Menschen bei der Arbeit und in der Freizeit dienstbar zu machen. Medizinische und wissenschaftliche Tierversuche sind in vernünftigen Grenzen sittlich zulässig, weil sie dazu beitragen, menschliches Leben zu heilen und zu retten.“ „ Auch ist es unwürdig, für sie Geld auszugeben, das in erster Linie menschliche Not lindern sollte. Man darf Tiere gern haben, soll ihnen aber nicht die Liebe zuwenden, die einzig Menschen gebührt.“ Eine Gegenposition zu dieser Auffassung vertritt die EKD, die evangelische Kirche Deutschland.

Auf ihrer Homepage www.ekd.de findet sich eine differenziertere Auffassung zu diesem Thema: Es heißt, dass das Mensch-Tier Verhältnis aus biblisch theologischer Sicht nicht eindeutig geklärt sei. Jedoch heißt es eindeutig dass in 1.Mose 1,29 folgende kein Blutvergießen unter Tier und Mensch stattfindet, denn beiden wird pflanzliche Nahrung zugewiesen. Auch in Gen 1,29 heißt es „»Sehet da, ich habe euch gegeben alle Pflanzen, die Samen bringen und alle Bäume mit Früchten, die Samen bringen, zu eurer Speise.«Weiterhin heißt es auf der Homepage, dass es zum Auftrag der Kirche gehört ‚den Mund aufzutun für die Stummen und für die Sache aller, die verlassen sind‘ (Spr 31,8). Zu diesen gehören auch die Tiere. Es wird gefordert, dass der Mensch die Natur mit Humanität behandeln und sie sich nicht in einer Schreckensherrschaft über die Tiere Untertan machen soll. Denn der Herrschaftsauftrag beinhaltet auch die Schöpfung zu behüten.

Massentierhaltung

Massentierhaltung

Nun zu den heutigen Essgewohnheit und der Nahrungsproduktion: Die Massentierhaltung, auch landlose Tierproduktion genannt. Wie groß, schätzt du, ist der gesamte globale Hühnerbestand? Es sind ca. 13,7 Milliarden Hühner. Das ist fast doppelt soviel wie die Weltbevölkerung mit ca. 7,1 Milliarden Menschen. Auf Ernährung kann niemand verzichten, aber der Mensch käme biologisch gesehen auch ohne Fleisch aus. Mit einer Katze könnte man auch Schuhe putzen, aber man muss das nicht. Genauso ist es mit dem Tier als Lebensmittel. Die Funktionen, die wir Tieren zuschreiben, sind willkürlich, auch wenn Tiere diese Funktion schon Ewigkeiten erfüllen. Und doch ist der Nutztierbestand heute dreimal größer als die Anzahl der Menschen.

Der Appetit der Nutztiere auf Gras, Mais und Weizen ist so groß, dass heute fast 80% des landwirtschaftlich genutzten Landes in Großbritannien für die Futterproduktion genutzt werden. 10 kg pflanzliches Eiweiß benötigt man für die Produktion von 1 kg Fleisch. Fleischessen bedeutet gegenüber einer vegetarischen Ernährung eine enorme Verschwendung unserer Nahrungsressourcen. Das heißt, wenn wir die Pflanzen selbst essen würden, anstatt sie zu verfüttern, um Fleisch zu produzieren, könnten wir zehnmal so viele Menschen ernähren! Man kann es also wirklich Egoismus nennen, dass wohlhabende Länder für ein kurzes Geschmackserlebnis so große Mengen an Nahrungsressourcen verbraucht, wo doch Dritteweltländer diese Nahrungsmittel gerade benötigen. Dazu kommt noch, dass ein Drittel der nach Europa importierten Futtermittel daher stammt.

Warum ist Fleisch so günstig?

Was schätzt du für wie viele Hühner und Mastschweine eine Arbeitskraft in der industriellen Massentierhaltung zuständig ist? Es sind 40.000 Hühner und 2000 Mastschweine. Das ist auch ein Grund, weshalb diese Lebensmittel so günstig sind. Wir Verbraucher wollen so günstig wie möglich essen. Der Erzeuger verzichtet folglich auf Dinge, wie die Gesundheit und das Wohlbefinden unseres Produkts. Zusätzlich manipuliert uns noch die Lebensmittelindustrie und wir Kunden bleiben ahnungslos… der Kreis ist somit geschlossen und der Teufelskreis für die Tiere ist unausweichlich. Somit ist das Schlüsselwort „Unwissenheit“, und meiner Meinung nach wäre ein massiver Prozentsatz von euch Vegetarier, wenn genau dieser Begriff nicht existieren würde.

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Paul McCartney sagte einmal: „Wenn die Mauern der Schlachthöfe aus Glas wären, würde jeder Vegetarier werden.“ Das McDonald’s-Kind hat natürlich nichts mit dem Kopf beschlossen. Ihm ist kaum bewusst, dass es eine Kuh isst beziehungsweise ein Stück Fleisch, in dem Hunderte Kuhteile zusammengehackt sind. Das Kind isst einen Burger so, wie es einen Apfel essen würde, es weiß nicht viel oder nichts von der Massentierhaltung, von Bullen, die ohne Betäubung kastriert und gebrandmarkt werden, von Kühen, die knietief im eigenen Kot stehen und, wenn sie Pech haben, lebendig gehäutet werden. Die ehemalige Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner meint sogar, dass wie in einer Überfluss- und Wegwerfgesellschaft leben.

Verschwendung von Lebensmittel

Für das Geld, das wir täglich aus dem Fenster werfen, könnten wir nämlich auch teurere artgerechte BIO-Produkte kaufen. Was schätzt du verschwendet der Otto Normalverbraucher pro Jahr an Lebensmittel? Es sind rund 82 Kg. Man muss kein Vegetarier sein, um zu ahnen, dass Massentierhaltung nicht nur der Ernährung der Menschheit dient, sondern auch der Geldvermehrung der Fleischindustrie. Man könnte das, was weltweit Milliarden Kühen, Hühnern und Schweinen widerfährt, einen Krieg von Menschen gegen Tiere nennen. Was schätzt du wie viel Wasser wird für die Produktion von 1 Pfund (1/2 Kg) Rindfleisch benötigt? Es sind 10.000 Liter. Wie viel Regenwald muss für einen Burger in Weidefläche umgewandelt werden? Es sind 4-6m2 Was hat ein Huhn und ein iPad gemeinsam?

Ein Huhn in Käfighaltung hat gerade einmal 550cm² Platz, das ist kleiner als ein 1 DINA4-Blatt oder ein iPad. Wenn mehrere Hühner dann in kleine Käfige Tag für Tag leben müssen, dann sind Wahnsinn durch keine Bewegungsmöglichkeiten (übrigens können Hühner erst auf dem Transport zum Schlachthof zum ersten Mal ihre Flügel öffnen) und Kannibalismus vorprogrammiert. Der Staat meint, dass ist vermeidbar. Es kommt also die Justiz ins Spiel & erlaubt die Verstümmelung der Schnäbel (was übrigens ein überaus empfindliches Tastorgan ist) ohne jegliche Art von Betäubung.

Das wäre so, als würde man die Oberlippe oder sogar beide Lippen eines Neugeborenen abschneiden, was natürlich eine Mediensensation wäre, aber hier…hier sind es ja „nur“ Tiere. Erinnert mich persönlich an den Nationalsozialismus: Eine Mehrheit unterdrückt eine Minderheit, weil sie glaubt sie sei was besseres, nur weil sie überlegen ist und kann somit mit ihr alles tun was sie will, egal unter welchen Umständen. Issac Bashevis Singer – ein jüdischer Schriftsteller, Vegetarier & Nobelpreisträger — meinte dazu: „Im Verhältnis zu Tieren sind alle Menschen Nazis. Für die Tiere ein ewiges Treblinka.“

Entertainment

Stierkampf

Auch im Bereich des Entertainment missbraucht der Mensch Tiere zu seiner Belustigung, wie beispielsweise die Stierkämpfe in Spanien & sogar in Frankreich. Im Vorfeld kann man sagen, dass der Begriff „Stierkampf“ eine Fehlbezeichnung ist, denn gewöhnlich gibt es keinen fairen Wettbewerb zwischen dem schwertschwingenden Torero, auch Matador genannt („matador steh übrigens für „Schlächter“), und dem irritierten, psychisch gequälten und körperlich traktierten Stier. Somit ist der Stierkampf ein sehr feiges Ereignis, denn der Matador hat die Wahl zu entscheiden, ob er mitmachen möchte, der Stier aber nicht. Denn vom ersten Moment an, in dem er die Arena betritt, hat er keine Chance. Denn, was der Zuschauer nicht sieht, ist die Manipulation am ganzen Spektakel.

Die Tiere werden durch Medikamente bzw. Drogen betäubt, den Tieren werden aus 1,80m Höhe große Sandsäcke auf die Nieren & Rücken geworfen, um möglichst viele Muskel reißen zu lassen, sowie Rippen zu brechen. Vertuscht wird das ganze zusätzlich durch entzündungshemmende Mittel, denen man den Tieren verabreicht. Die Hörner spielen ebenfalls eine besondere Rolle. Und zwar sind diese wie die Barthaare bei Katzen für die Orientierung notwendig. Vor dem Kampf kürzt man folglich illegalerweise die Hörner was somit die Koordination des Tieres negativ beeinflusst. Als wäre das noch nicht alles, wird den Tieren oft auch noch Vaseline in die Augen geschmiert, um das Sehfeld zu beinträchtigen, sowie gibt man den Stieren auch mindestens 2-3 Tage vor dem Kampf nichts mehr zu essen.

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Einfluss der soziokulturellen Begebenheiten

In der Arena wird das Tier dann, wenn es Glück“ hat, innerhalb von 20 Minuten grausam abgeschlachtet. Hier treffen wir auch wieder auf den Einfluss der soziokulturellen Begebenheiten, denn die Folter, Verstümmelung und Abschlachtung dieser normal friedlich geselligen Tiere wird unter dem Deckmantel der Tradition fortgeführt. Das nächste Thema ist die Fußball -EM 2012, die in der Ukraine stattfand. Einige von euch werden sich nun vielleicht fragen, was das mit dem Verhältnis Mensch zu Tier zu tun hat. Aber wenn ihr euch genau diese Frage stellt, dann hat die Fassade der Verantwortlichen erfolgreich gewirkt. Denn im Zuge der EM 2012 wurden die Straßen „gesäubert“, wie es in Medienberichten hieß. Mich persönlich erinnert das stark an die Bezeichnung „ethnische Säuberung“ und wenn man sich Bilder von diesen „Straßensäuberungen“ in der Ukraine anschaut, so merkt man, dass die Vorgehensweise so ziemlich die gleiche war.

Streuende Opfer in Namen des Sports

„Streuende Opfer in Namen des Sports“ heißt es oft, denn im Rahmen der EM wurden tausende unschuldige Straßenhunde grausam ermordet. Und warum? Viele Befürworter dieser Aktion waren der Ansicht, dass die Straßenhunde eine potentielle Gefahr für die Spieler darstellt, aber das sei mal nur so dahingestellt. Das ein Streuner im Stadion auftaucht und einen Spieler beißt? Die Morde sind definitiv nicht legitim! Und ein „Fair-Play“ kann das in keinster Weise sein! Ausländische Medienberichte sprachen sogar von „Auschwitz- Ukraine“, was die vorherige Aussage Issac Singers nur bekräftigt. Es wurden tausende Hunde vergiftet, wodurch ein langer, billiger und qualvoller Tod hergeleitet worden ist.

Massengräber wurden errichtet und rollende Krematorien verbrannten die Tierkadaver oder auch manchmal lebendige Tiere. Es sind auch zahlreiche Fälle von Hängung, Abschlachtung, Erschlagung und Erschießung bekannt. Pro getötetes Tier bekamen die „Straßenkommandos“ somit umgerechnet etwa 40 Euro, etwa genauso viel wie das Impfen und Kastrieren kosten würde. Die UEFA, die FIFA und der DFB haben den Massenmord in Namen des Fußballs ganz offensichtlich toleriert, zumindest gab es kaum Reaktionen. Das alles ganz nach dem Motto „Sport ist Mord“. Besser wäre es gewesen, wenn sich diese Verbände der Sportlegende Vitali Klitschko angeschlossen hätten, denn er setzte sich massiv für die Tiere ein, ebenso wie die Prinzessin Maja von Hohenzollern.

Forschung

Tierforschung

Was schätzt du wie viele Tiere pro Stunde in deutschen Versuchslaboren sterben, obwohl in unserem Land soziale Gerechtigkeit und Tierfreundlichkeit ganz weit oben steht? Es sind 250 Tiere pro Stunde. Mit der Marke „Lipton“ könnt ihr bestimmt alle etwas anfangen. Lipton produziert Eistee & Tee von dem ihr alle sicherlich schon einmal etwas konsumiert habt und auf ihren Produkten von Naturnähe nur so schwärmen. Für das nächste Mal jedoch würde ich jedoch auf den Teebeutel schauen, von welcher Marke das Getränk ist, um nicht unnötig Tierquälerei durch den Teegenuss zu fördern. Denn Lipton hat Tierversuche durchgeführt die laut den US-amerikanischen und europäischen Aufsichtsbehörden nicht erforderlich waren.

Der Tee- Riese hat hierbei grausame und qualvolle Test an Kaninchen, Mäusen, Ratten und Ferkel vollzogen, die nach der Folter getötet wurden. Beispielsweise wurden Ferkel mit E.coli-Bakterien infiziert (Kurz am Rande: E-coli Bakterien gelten als Fäkalindikator, da sie im Darm vorkommen). Nun wurde getestet, ob der Tee den Flüssigkeitsverlust & Durchfall verhindern würde. Das klingt hier vielleicht noch nicht schlimm, aber im Rahmen der Versuche wurden auch die Eingeweide der Schweine aufgeschnitten, während die Tiere noch am Leben waren. Eine ähnliche Prozedur fand im Jahre 2011 an der Uni-Ulm statt. Hier wurden für Übungszwecke chirurgische Eingriffe an Schweinen durch unerfahrene Medizin-Studenten getestet. Die „Deutsche Gesellschaft für Chirurgie“ verordnete, dass bei Komplikationen (z.B.Blutungen) der Student das Problem selbständig lösen sollte. Der Oberarzt soll somit nicht ins Geschehen eingreifen. Falls ein Schwein beispielsweise aus der Narkose aufwacht, so sind die schrecklichen Schmerzen & Todesängste der Tiere nur an zweiter Stelle. Glücklicherweise schafften es die Tierschutzorganisationen „PETA“ und „Ärzte gegen Tierversuche“ wenige Stunden nach dem Start einer Online-Kampagne gegen diesen fragwürdigen Kurs vorzugehen, in dem Schweine zerschnitten, verstümmelt und anschließend getötet wurden. Die Folge: Wenig Stunden nach dem Start der Onlinekampagne wurde der Kurs abgeschafft.

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Luxus

Der Hund — der beste Freund des Menschen. Diese Aussage stimmt nicht. Denn das nächste Thema behandelt die so genannten „Puppy Mills“, also Welpen-Fabriken zu deutsch. Man sollte sich davor gut überlegen, ob man einen Hund aus dem Zoogeschäft in die Familie aufnehmen möchte, egal wie sehr der Hund einem zusagt. Denn durch den Kauf unterstützt man die sogenannte „pregnancy for profit“-Industrie, in der Hündinnen das ganze Leben lang als Gebärmaschinen missbraucht werden, ohne jemals die Natur außerhalb der Fabrik gesehen zu haben. Sind die Tiere nicht mehr gebärfähig, so werden sie getötet. So sterben in diesen Puppy Mills jährlich 4-5 Millionen Hunde, das machen pro 8 Sekunden 1 Hund.

Hunde leben zusammen in kleinen Käfigen, die an Legebatterien erinnern und oftmals sind sie Extrembedingungen ausgesetzt, da beispielsweise Klimaanlagen nur kostenintensiv sind. Zudem weisen die Hunde oft Verhaltensstörungen und schwere Krankheitsbilder auf. Hier zählt vor allem Quantität vor Qualität, auch wenn viele Hunde getötet werden um Platz für neue zu schaffen, da sie sozusagen „Ladenhüter“ sind. Hier soll Unwissenheit des Käufers kein Segen sein, denn Tiere leiden, wenn man diese Branche unterstützt oder einfach wegschaut und die Realität nicht wahrhaben will. Tierschützer sind zwar strikt dagegen, aber es gibt kein Gesetz, welches Zoogeschäften den Handel verbietet. Wenn ihr einen Hund wollt würde ich euch die Tierherberge in Donzdort empfehlen, die Tieren aus aller Welt Unterschlupf bietet. Die meisten von ihnen haben nämlich ein schreckliches Schicksal hinter sich und wären ohne das Engagement dieses Tierheims schon längst tot.

Der Pelzhandel

Nun komme ich zum schlimmsten Thema. Dem Pelzhandel. „Für den Profit umgebracht — Fühlende Wesen zu Pelz gemacht“ heißt es auf einer Internet-Plattform. Pelzzüchter sind am maximalen Profit orientiert, sodass nicht einmal die Minimalansprüche die Tiere an ihre Umgebung stellen, erfüllt werden. ln viel zu kleinen Käfigen entsteht durch die Kombination von Langeweile, Frustration und die Beraubung von artgerechten Lebensbedienungen: Selbstverstümmelung, Kannibalismus und gravierende Verhaltensstörungen. Oder einfach alles zusammen. Ihr alle erinnert euch noch sicherlich an den Fall des Österreichers Josef Fritzl. In den Medienberichten spricht man von einem Inzest- Monster und er gilt als Jahrhundert-Verbrecher.

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Was in den Medien als Jahrhundertverbrechen verbreitet wird, gehört auf Pelzfarmen zum Alltag, da die Pelzhändler Inzucht der Tiere betreiben um exklusive Designer Farben zu erhalten. Starke Abnormalitäten, wie Taubheit, Verkrüppelung und Deformierung sind die Folgen. Es bleibt folgende Frage: „Wie töte ich ein Lebewesen möglichst billig, sodass das Fell kein Schaden erleidet?“ Die Möglichkeiten sind begrenzt…auch wenn man sie nicht wahrhaben möchte: Es gibt einmal die anale oder genitale Elektrokution oder die Erschießung, welche am wenigsten brutal sind. Weiter Methoden sind: Genickbruch, Totschlag, Vergiftung, Vergasung, Ertränkung oder Zerquetschung. Nun möchte ich euch einige Fakten ans Herz legen, damit ihr wisst was ihr unterstützt, wenn ihr euch Fellprodukte kauft.

Jetzt wieder einige Fragen an dich: Wie viele Waschbären schätzt ihr braucht man für einen Pelzmantel? Es sind 12-15 fühlende Lebewesen. Wie viele Füchse schätzt ihr braucht man für einen Pelzmantel? Es sind bis zu 24. Und Chinchillas? 100 Stück, ebenso wie Beutelratten. Pro Jahr kommen wir so insgesamt auf 40 Millionen Tieren, die der Mode zum Opfer fallen. Es werden auch Tiere grausam eingefangen, bei denen 2 von 3 Tieren als „non-target“ gelten, also Tiere der nicht der Ziel- Tierart angehören. Deutschland ist davon auch betroffen.

China gilt als größter Fellexporteur, weshalb es logisch auch attraktiv und lukrativ für die deutsche Pelzindustrie ist. Es gibt keinen Weg Pelz im Handel auf humane Weise zu erhalten und es gibt synthetische Produkte als Alternative, die leichter, wärmer und vor allem humaner sind. Mahatma Ghandie sagte „Liebe ist die stärkste Macht der Welt.“ Ich meine wir müssen uns nur die Frage stellen… wie würden wir uns fühlen, wenn einfach der Spieß umgedreht wäre?

Wichtige Info: Dieser Text stammt von Raza Syed

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