Hilfsprojekte unterstützen

Hilfsprojekte unterstützen

Welche Hilfsprojekte sind es wert, unterstützt zu werden?

Der Wunsch beizutragen und unsere Welt ein Stückchen besser zu machen, als wir sie vorgefunden haben, ist etwas, das tief in uns Menschen verankert ist. Wir sind soziale Wesen und fühlen uns daher immer gleich ein bisschen besser, wenn wir anderen in einer Notlage oder bei einem Problem helfen können. Zumindest dann, wenn wir es freiwillig tun können und nicht das Gefühl haben, dabei ausgenutzt zu werden.

Doch genau hier gibt es einen großen Haken! Denn so sozial und hilfsbereit wir Menschen auf der einen Seite sind, so sehr sind wir auf der anderen Seite auch auf unseren eigenen Vorteil bedacht und neigen dazu, die Gutmütigkeit anderer auszunutzen.


Unterscheiden zwischen Betrügern und echten Hilfsprojekten

Diese beiden Aspekte in unserer Persönlichkeit haben dazu geführt, dass wir heute auf eine schier unschätzbar große Menge an Hilfsprojekten blicken können, die sich alle einer bestimmten Sache verschrieben haben. Sie setzen sich für Minderheiten ein, die unter Gewalt, Unterdrückung oder Missachtung leiden, sie versuchen bedrohte Tierarten vor dem Aussterben zu retten, helfen kranken oder alten Menschen, die alleine nicht mehr zurecht kommen würden oder stecken all ihre Energie in die Restauration einer Kirche oder einer mittelalterlichen Festung.

Mit anderen Worten: Es gibt fast so viele verschiedene Ziele von Hilfsorganisationen, wie es Hilfsorganisationen gibt. Doch so sehr es die einen ernst meinen, deren Mitglieder all ihre Freizeit und einen Großteil ihres Vermögens für die Sache einsetzen, die sie erreichen wollen, so sehr blühen auch Korruption und Betrug unter den gemeinnützigen Organisationen. Wie also will man nun als Bürger, und somit gewissermaßen als „Kunde“ dieser Hilfsprojekte erkennen? Welche es ernst meinen und welche nicht? Hier sind zunächst einmal ein paar grundlegende Aspekte, die einem eine erste Orientierung geben können.

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1. Folgt dem Geld

Der wichtigste Hinweis ist stets der Fluss des Geldes. Nicht nur im Bereich von Hilfsprojekten, sondern auch bei allen anderen Situationen, bei denen es um Wahrheitsfindung geht. Wenn ihr euch also fragt, ob ihr einer Hilfsorganisation vertrauen könnt und ob ihr sie unterstützen solltet, dann stellt euch zunächst folgende Fragen: Wie transparent ist die Organisation strukturiert? Kann ich als Außenstehender erkennen, was mit dem Geld geschieht, das ich hier Spende? Wie groß ist der „bürokratische Wasserkopf“? Sind hier so viele Menschen beteiligt, die bezahlt werden müssen, dass womöglich am Ende nichts mehr bleibt, um wirklich jemandem zu helfen? Wie viel beispielsweise investiert der Verein in Werbung? Geht es hier wirklich ums Helfen, oder mehr um die Prestige?

2. Wie groß ist der Wirkungsgrad?

Kann ich tatsächlich einen Erfolg erkennen? Bei Hilfsprojekten, die Menschen betreffen ist es vor allem interessant, direkt mit den Menschen zu sprechen, um die es bei dem Projekt geht. Haben sie wirklich das Gefühl, dass ihnen hier geholfen wird? Gibt es überhaupt eine Möglichkeit, Kontakt mir ihnen aufzunehmen? Wird man von den Mitarbeitern des Projektes dabei unterstützt, oder eher davon abgehalten? Was schreiben Zeitungen und andere Medien über das Projekt? Doch Vorsicht: Nur weil ein Projekt bekannt und berühmt ist, heißt das nicht, dass es auch vertrauenswürdig sein muss! Gerade im Zusammenhang mit den größten Hilfsorganisationen der Welt gibt es immer wieder Skandale, bei denen Gelder und vor allem auch Ziele und Ideale veruntreut werden.


3. Wie funktionieren die inneren Strukturen?

Nicht ganz so offensichtlich wie die ersten beiden Punkte aber dennoch sehr aufschlussreich kann es sein, sich die inneren Strukturen eines Vereins genauer anzuschauen. Wie ist die Hierarchie aufgebaut? Wie ist das Klima unter den Mitarbeitern/Freiwilligen? Wissen die „einfachen Helfer“, was in der Führungsetage passiert? Es ist leider keine Seltenheit, dass bei Hilfsorganisationen viele einfache Mitglieder und Unterstützer wirklich mit dem Herz dabei sind und etwas großes erreichen wollen, dass dieses Engagement auf höherer Ebene für gänzlich andere Zwecke missbraucht wird.

4. Welche Geschichte hat die Hilfsorganisation?

Ein Aspekt, den wir persönlich immer als besonders Hilfreich empfanden, war die Frage nach der Entstehungsgeschichte einer Hilfsorganisation. Wann wurde sie gegründet, von wem und zu welchem Zweck? Stimmen die heutigen Ziele noch mit den damaligen überein? Wenn nein, warum nicht? Hat sich die Organisation weiterentwickelt oder hat sie viel mehr ihre Ziele aus den Augen verloren? Gab es überhaupt gute Absichten bei der Gründung oder steckte vielleicht etwas ganz anderes dahinter. Wenn beispielsweise ein Tierschutzverein von Passionierten Trophäenjägern gegründet wird, ist das zumindest ein Grund, ein paar Fragen zu stellen und genauer hinzuschauen.

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5. Höre auf dein Bauchgefühl

Und letztlich ist es immer auch ein guter Hinweis, auf die eigene Intuition zu hören. Wenn ihr bei einer Hilfsorganisation ein gutes Gefühl habt und es sich einfach richtig anfühlt, diese zu unterstützen, ist das bereits ein wichtiges Zeichen. Überprüft in jedem Fall dennoch die Fakten aus Punkt 1 bis 4 und wenn es sich danach noch immer genauso gut anfühlt, dann seit ihr hier richtig. Habt ihr hingegen ein ungutes Gefühl, das vielleicht gleich im ersten Moment auftaucht, noch ehe ihr etwas wisst, dann bleibt skeptisch und nutzt dieses Gefühl für eure Fährtensuche. Selbst wenn das Projekt an sich nicht verkehrt ist, ist es natürlich immer wichtig, das ihr es mit Freude unterstützen könnt und mit ganzem Herzen dahinter steht.

Info: Du möchtest ein Tierschutz-Projekt unterstützen!? Hier geht es zu den Projekten meiner Domain.

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