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Tierspuren erkennen – Der Natur aktiv auf der Spur

Tiere üben auf Menschen eine umfassende Faszination aus. Wildtiere sind oft unsichtbar und dennoch da. Zu erkennen ist das an den Spuren, die im Wald, im Garten oder auch im Schnee zu sehen sind. Tierspuren sind nicht nur für Kinder eine spannende Sache. Auch Erwachsene möchten gerne wissen, zu wem eigentlich die Spuren gehören, die da auf dem Boden zu sehen sind. Spuren sind übrigens nicht nur die Abdrücke der Pfoten auf dem Boden. Tiere hinterlassen auch viele anderen Spuren. Das beginnt bei angeknabberten Zweigen und reicht bis hin zu Kotflecken, die in der Umgebung zu finden sind.

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Das Fährtenlesen hat eine lange Tradition. Bereits seit Jahrtausenden wird es von den Menschen genutzt, um herauszufinden, ob sich Tiere in der Nähe befinden. Vor allem für die Jagd hat es eine wichtige Rolle gespielt. Heute ist das Fährtenlesen eine gute Möglichkeit, um sich mehr mit der Natur zu beschäftigen und mit einem genauen Blick auf die Umgebung durch die Welt zu gehen. Die Konzentration auf kleine Spuren und Hinweise in der Natur macht Spaß und hilft auch, ein wenig Stress abzubauen. Schnell wird deutlich, wie viel Spaß es tatsächlich macht, die Zeichen der Tiere zu erkennen.

Tierspuren im Garten – was kann es sein?

Fangen wir mit den Spuren im Garten an, die immer mal wieder auftauchen und die teilweise für Unsicherheit sorgen. Handelt es sich um die Spuren von Hund oder Katze? Kann ein Waschbär unterwegs sein oder ist es doch eher ein Hirsch oder ein Reh? Nicht alle Tiere sorgen für Schäden im Garten. Teilweise kann es aber notwendig werden, dennoch Vorkehrungen zu treffen, um das Tier und die Umgebung zu schützen. Der erste Schritt ist es, sich die Spuren im Garten genau anzusehen. Als sehr charakteristisch werden die Spuren von Hunden und Katzen bezeichnet.

Hinweis: Erst beim Abspielen des Videos werden Daten an YouTube übermittelt. Im Video geht es um Tierspuren im Wald.

Hunde haben bei den Spuren vier Zehen und die Krallen sind in einem weichen Untergrund zu erkennen. Unter den Zehen ist ein kleiner Abstand, bis der Ballen zu sehen ist. Dieser hat eine leicht abgerundete Form, wirkt allerdings dennoch eher wie ein Dreieck. Bei Katzen sind die Krallen nicht zu erkennen. Der Ballen ist deutlich runder und die Abdrücke der Zehen ebenfalls größer und runder. Interessant sind dazu im Vergleich die Abdrücke von Waschbär und Igel, denn diese sind vergleichbar mit einer menschlichen Hand. Lediglich die Abdrücke der Krallen, die über den Fingern zu sehen sind, machen deutlich, dass es sich um einen Tierspur handelt.

Tierspuren von Nagetieren und Huftieren erkennen

Wie sieht es mit den Tierspuren von Nagetieren aus? Nager hinterlassen ebenfalls Spuren, auch wenn diese deutlich kleiner sind, als es bei Hunden oder Katzen der Fall ist. Von der Form her sind die Tierspuren besonders gut vergleichbar mit einem klassischen Fußabdruck. Ballen und Zehen sind miteinander verbunden. Der Ballen und Unterfuss sind relativ lang gehalten, ebenso wie die Zehen. Je nach Nagetier sind auch die Krallen bei der Spur zu erkennen.

Eine Ausnahme ist der Hase. Der Fußabdruck des Hasen verfügt über keine Zehen. Stattdessen handelt es sich um eine Pfotenform, die nach unten hin schmal ist und nach oben hin über drei Wellen verfügt. Ebenfalls möglich ist es, dass sich Huftiere in den Garten verirren oder ihre Spuren im Wald hinterlassen. Der Huf eines Pferdes ist klar zu erkennen. Aber wie sieht es mit Wildschwein, Reh und Hirsch aus?

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Die Tierspuren von Huftieren sind ebenfalls sehr gut erkennbar. Ein Rothirsch hat einen großen Fuß. Der Abdruck ist vergleichbar mit zwei Tropfen, die nebeneinander liegen. Der Abdruck vom Reh sieht ebenso aus, ist aber deutlich kleiner. Schließlich gibt es noch das Wildschwein. Auch hier ist die Tropfenform zu erkennen. Gleichzeitig hat das Wildschwein aber noch zwei Ableger auf den Tierspuren. Diese es sind also vier Tropfen zu sehen.

Waschbär, Nutria, Otter und Dachs unterscheiden

Bei einigen Tieren ist es gar nicht so einfach, die Spuren voneinander zu unterscheiden. Dies ist beispielsweise beim Waschbär, dem Otter, dem Dachs und dem Nutria der Fall. Welches Tier verbirgt sich hinter der entdeckten Spur? Beim Fährtenlesen ist es wichtig, auf jedes Detail zu achten. Der Waschbär hat lange und fingerartige Zehen. Bei den Spuren sind auch die Krallen zu sehen. Der Mittelballen ist eher undeutlich zu sehen. Die Zehen sind mit dem Ballen verbunden.


 Der Otter dagegen hat eher kurze Krallen und rundliche Zehen. Der Ballen sieht aus eine Sohle. Zusätzlich zu den Abdrücken der Pfoten sind bei der Spur eines Otters normalerweise auch Schwimmhäute sowie Schleifspuren des Schwanzes zu sehen. Das ist auch bei einem Nutria der Fall, allerdings hat dieser keine Schwimmhäute. Deutlich von den genannten Beschreibungen weichen die Spuren vom Dachs ab, wenn genau hingesehen wird. Die Zehen haben sehr lange Krallen. Die Zehen selbst sind eher länglich und rundlich. Der Mittelhandballen weist eine deutliche Abgrenzung auf. Zehen und Ballen sind bei den Spuren nicht verbunden.

Tierkot als wichtiger Faktor beim Fährtenlesen

Wichtige Tierspuren sind auch der Kot der Tiere. Er gibt einen Hinweis darauf, welches Tier durch den Garten gestrichen ist oder auch im Wald zu Hause ist. Füchse beispielsweise legen ihren Kot bevorzugt auf Baumstämmen ab. Dies ist ein Verhalten, mit dem sie ihr Revier markieren. Die Farbe kann zwischen Schwarz und Grau variieren. Der Geruch selbst ist sehr unangenehm und auch über einen weiteren Bereich zu riechen. Teilweise sind auch Futterreste gut zu erkennen, vor allem dann, wenn der Fuchs vorher Beeren oder Obst gefressen hat. Haare von der Mahlzeit von kleinen Säugetieren können ebenfalls erkannt werden.

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Häufig im Garten oder auch im Keller zu finden, sind kleine Kot-Körner, die den Verdacht nachlegen, dass Nager sich hier eingerichtet haben. Aber um was für Nager handelt es sich? Um die Tierspuren zu erkennen, muss der Blick genau sein. Ratten haben einen braunen bis schwarzen Kot, der oft sehr trocken ist und die Form einer Spindel hat. Der Geruch wird meist als sehr streng und beißend bezeichnet. Der Kot von Mäusen ist deutlich kleiner und eher vergleichbar mit einem Reiskorn. Er riecht kaum bis gar nicht und kann die Farben Schwarz, Grau oder auch Grün haben.

Zusatzinfo: Diese Themenseite wurde von Jana Kühnler (Zeilenreichtum) betextet.