Umzug mit Haustieren

Umzug mit Haustieren planen

Das Zusammenleben mit unseren vierbeinigen, oder gefiederten Freunden bedeutet auch, dass man sich einen Lebensraum teilt. Viele Haustiere verbringen den Großteil ihrer Zeit in der Wohnung. Andere verlassen sie regelmäßig. Eines haben aber alle tierischen Mitbewohner gemeinsam.


Sie sehen die Wohnung auch als ihr Heim an. Hier schlafen und fressen sie und kennen jede Ecke. Die Gerüche sind vertraut und die Tiere finden sich zurecht. Vier bis fünf mal zieht jeder Mensch im Leben um. Dass es dabei zu dem einen, oder anderen Umzug mit Katze, Hund, oder einem Kleintier kommt, lässt sich nicht vermeiden. Wie man dem Haustier den Wohnungswechsel möglichst angenehm gestaltet haben wir hier zusammengefasst.

Home sweet home

Wir Menschen kennen das Gefühl, nach Hause zu kommen. Die eigenen vier Wände bieten Geborgenheit. Wir fühlen uns sicher und finden uns fast schon blind zurecht. Ähnlich ist das bei Katze und Hund. Der Kratzbaum, die Katzentoilette und der Fressnapf haben ihren festen Platz. Der Hund findet seine Futterschüssel und seinen Schlafplatz. Dabei haben die Tiere ein wesentlich breiteres Spektrum an Sinnen. Vor allem die Geruchswelt ist für die meisten Tiere ein wichtiger Teil dessen, was sie wahrnehmen. Sie wissen, wie die Wohnung riecht, können uns Menschen so wahrnehmen und sind sehr empfindlich für neue Gerüche. Alles Dinge, die man bei einem Umzug bedenken muss.

Kleine und große Tiere

Kleintiere ist ein Begriff, für den es verschiedenen Definitionen gibt. So versteht der Tierarzt unter Kleintieren auch Katzen und Hunde, während es im Mietrecht anders aussieht. Hier wird zwischen freilaufenden Tieren und Haustieren, die man in Käfigen hält, unterschieden. Während Fische, Meerschweinchen, Kaninchen, Nagetiere, Reptilien und andere Terrarienbewohner im Mietrecht als Kleintiere gelten, schließt der Begriff Katzen und Hunde nicht mit ein. Auch wenn die Kleintiere Freilauf in der Wohnung genießen dürfen, geht man davon aus, dass sie die Nachbarn nicht beeinträchtigen. Die Haltung von Kleintieren ist in Wohnungen niemals verboten. Anders ist das bei anderen Tieren.

Mietvertrag

Wer mit seinen Haustieren umziehen möchte muss daher den Mietvertrag besonders aufmerksam lesen. Es kann vorkommen, dass die Haltung von Hunden, aber auch von Katzen verboten ist. Oft braucht man auch eine Genehmigung des Vermieters. Diese Frage muss unbedingt geklärt werden, bevor man einzieht. Hält man einen Hund, muss auch die Gesetzelage beachtet werden, wenn man in ein anderes Bundesland, oder sogar ins Ausland zieht. In Deutschland hat jedes Bundesland ein Hundegesetz, das eine Liste der Rassen enthält, die als gefährlich eingestuft werden. Das kann von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich sein. Steht die Rasse des eigenen Hundes auf der Liste, müssen evtl. Prüfungen im Bundesland, in das man zieht, abgelegt werden. Auch die Hundesteuer muss man am neuen Wohnort bezahlen.

Umzug mit Kleintieren

Der Umzug mit Kleintieren, also mit Käfigtieren, ist relativ einfach. Der Käfig wird in die neue Wohnung transportiert und dort aufgestellt. Bei Kaninchen, Meerschweinchen und Nagetieren ist das kein Problem. Sie können im Käfig transportiert werden. Passt der Käfig nicht ins Fahrzeug, oder muss zerlegt werden, dann kommen die Bewohner in eine Transportbox. Die kleinen Käfigtiere können jederzeit übersiedelt werden. Allerdings sollte man darauf achten, dass sie nicht unmittelbar dem Umzugslärm ausgesetzt werden. Werden sie als erstes in die neue Wohnung gebracht, dann wird der Käfig in einem ruhigen Raum aufgestellt. Werden die Möbel geliefert, dann laufen nicht alle Mitarbeiter der Umzugsfirma am Käfig vorbei. Bleiben sie bis zuletzt in der alten Wohnung gilt dasselbe. Der Käfig wird an einen sicheren und vor allem ruhigen Ort gestellt.

Aquarium

Eine besondere Herausforderung für den Umzug ist ein Aquarium. Hier gibt es gleich mehrere Probleme, mit denen man sich auseinandersetzen müssen. Die Fische können müssen so schnell wir möglich umgezogen werden. Am besten, man besorgt sich Plastiktüten aus dem Zoofachhandel. Ist der Zeitpunkt für den Umzug gekommen, werden die Fische mit Wasser aus dem Aquarium in die Beutel gesetzt. Der Beutel wird mit Luft aufgefüllt und fest verschlossen. In Zeitungspapier eingewickelt können die Beutel beispielsweise in einen Eimer gestellt werden. Auch die Wasserflanzen müssen in Aquariumwasser transportiert werden. Hier bietet sich ein verschließbarer Eimer an. Beim Transport muss man auf gleichmäßige Temperatur achten. Auch die Heizung im Auto darf die Beutel nicht aufheizen. Das zweite Problem ist das Aquarium selbst es ist nicht nur sehr schwer, sondern auch leicht zerbrechlich.

Zerbrechlich

Lässt man den Kies im Aquarium, dann belastet das die Bodenplatte stark. Das Aquarium muss daher auf eine Platte geschoben werden und darf nicht ohne diesen Schutz angehoben werden. Zumindest drei Personen sind nötig um es schonend zu transportieren. Am besten plant man den Umzug des Aquariums nicht für einen Sonn-, oder einen Feiertag. Geht wirklich etwas schief kann man ein neues Aquarium besorgen. Wenn es möglich ist, sollte man auch ein Drittel, der mehr des alten Wassers mitnehmen. Es wird in saubere Flaschen, oder Eimer gefüllt und sorgt in der neuen Wohnung dafür, dass die Wasserqualität möglichst ähnlich ist, wie bisher. Das Aquarium muss möglichst rasch wieder in Betrieb genommen werden, damit die Fische nicht länger als nötig im Beutel bleiben. Wer die Möglichkeit nützt um gleich auf ein neues Becken umzusteigen, kann das in der neuen Wohnung bereits vorbereiten und eine, oder zwei Wochen einfahren. Beim Pendeln kann man jeweils ein wenig Wasser aus dem alten Aquarium mitnehmen.

Umzug mit Katze

Der Umzug mit Katze muss möglichst stressfrei gestaltet werden. Die beste Variante ist es, in beiden Wohnungen einen Raum für die Katze leerräumen, bzw. ihn leer zu lassen. Hier wird die Katze mit ihrem Fressnapf, der Katzentoilette und dem Kratzbaum alleine gelassen. So bekommt sie wenig von der Arbeit in der alten Wohnung mit. Am Schluss wird sie schließlich in die Transportbox gesperrt und zusammen mit ihrem Besitz in die neue Wohnung gebracht. Solange hier noch gearbeitet wird, bleibt sie im Katzenzimmer. An die Transportbox gewöhnt man sie über einen längeren Zeitraum, indem man sie immer wieder in der Box schlafen lässt, oder ihr Leckerbissen gibt.

Hunde

Bei Hunden ist ein Umzug sehr problematisch. Sie sind sehr territorial, beanspruchen also die Wohnung und die Umgebung als ihr Revier. Hier wird markiert und bei Bedarf auch verteidigt. Siedelt man den Hund um, muss er sich erst an die neue Umgebung gewöhnen. Wenn es möglich ist, sollte der Vierbeiner die Gelegenheit bekommen, sich schon früh an die neue Umgebung zu gewöhnen. Ein Urlaubswochenende in der neuen Stadt und ausgedehnte Spaziergänge in der Umgebung der neuen Wohnung machen den Umzug für den Hund erträglicher. Für den Umzug gilt dasselbe wie für die Katze. Der Stress am Umzugstag ist eine große Belastung für das Tier. Kann man den Hund bei Freunden unterbringen, oder ihn in einer Hundepension einquartieren, ist das eine gute Wahl.

Tierarzt

Ein wichtiger Punkt, den man bei einem Umzug beachten muss, ist der Tierarzt. Zieht man in eine neue Stadt kann man nicht mehr zum bisherigen Tierarzt gehen. Hier muss schon im Vorfeld ein neuer Veterinär in der Nähe der neuen Wohnung gesucht werden. Sollte es beim Umzug zu einem Notfall kommen, hat man schnell die Kontaktdaten zur Hand. Tiere erleben den Umzug teilweise viel dramatischer, als wir Menschen. Während wir wissen, was vor sich geht, ist das für die Tiere nicht nachvollziehbar. Eine neue Umgebung voller neuer Gerüche und ein aufregender Umzugstag können ein Haustier stark beeinträchtigen. Umso mehr muss man sich in dieser Zeit viel Zeit für das Tier nehmen. Auch wenn der Umzug viel Arbeit erfordert, darf man sein Haustier nicht vergessen.